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Instrument im Allgemeinen
| Wirbel | Obersattel
| Griffbrett | Steg
| Feinstimmer | Lack
| Stimmstock | Saiten
| Schulterstütze
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Korpus oder Instrument
im Allgemeinen
Instrumente können sehr anfällig für Umwelteinflüsse
sein. Im Besonderen sind Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu
nennen. Natürlich sollten Sie Ihr Instrument nie Extrembedingungen
aussetzen. Hohe Temperaturschwankungen lassen das Holz arbeiten
und provozieren Risse. Bei hohen Temperaturen z. B. in einem
geschlossenen Auto fängt der Lack schon mal an, weich
zu werden und Tücher, die um das Instrument gewickelt
sind, verkleben mit dem Lack. Sie werden sicher schnell merken,
ob Ihr Instrument anfällig dafür ist. Dagegen ist
eine hohe Luftfeuchtigkeit, wenn sie nicht gerade tropische
Ausmaße annimmt, eher von Vorteil. Da die Instrumente
mit Heißleim geleimt, sind kann schon mal eine Leimung
aufgehen. Das ist aber nicht weiter ein großes Problem.
Es ist besser, wenn sich eine Spannung im Instrument so löst,
als wenn ein Riss entsteht. Sie werden sehen, dass fast alle
Instrumente bei einer höheren Luftfeuchtigkeit sogar
besser klingen. Sorgen Sie also immer für eine gutes
Raumklima und stellen Sie Pflanzen auf oder betreiben Sie
sogar ein Luftbefeuchtigungsgerät. Es wird auch Ihnen
selber gut tun. Wenn Sie ein sehr empfindliches Instrument
haben, ist es durchaus ratsam, ein spezielles Befeuchtigungsgerät
(Dampit) - speziell für Musikinstrumente - zu verwenden.
Dies ist ein mit einem Schwamm gefülltes Röhrchen,
das - einmal befeuchtet - Ihrem Instrument für 1-2 Tage
die richtige Feuchtigkeit gibt. Vermeiden Sie also auf jeden
Fall trockene Räume für die Aufbewahrung Ihres Instrumentes
(der tiefe Keller sollte es natürlich auch nicht gerade
sein) und verwahren Sie Ihr Instrument aber auch auf jeden
Fall in seinem Etui auf. Geigen an der Wand oder auf dem Flügel
mögen zwar sehr hübsch sein, diese Aufbewahrungsorte
sind aber wirklich nicht vorteilhaft. Zudem stauben die Instrumente
an solchen Plätzen auch zu sehr ein. Sie werden das nicht
gleich bemerken. Der Geigenbauer wird aber schon bald ein
Wollebällchen aus Ihrem Instrument holen, dass dort nur
dämpfende Wirkung hat.
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Wirbel
Sie sind die Sorgenkinder für Musiker, weil sie wirklich oft nicht gut funktionieren. Das liegt auch daran,
dass Wirbel einem gewissen Verschleiß unterliegen. Voraussetzung
für gut funktionierende Wirbel ist eine perfekte Passung durch
den Hersteller bzw. Geigenbauer. Der Konus des Wirbels muss
perfekt sein und vor allem genau dem Konus des Wirbelloches
im Wirbelkasten entsprechen. Aus diesem Grunde ist es also
falsch oder gar gefährlich, lockere Wirbel mit Kraft in das
Loch zu drücken. Man zerdrückt das Holz und der Konus stimmt
nicht mehr, und wenn man Pech hat, bekommt die Wirbelkastenwand
einen Riss und der Wirbel hält erst recht nicht und das Instrument
muss repariert werden. Was ist also zu tun?
Nie mit Gewalt
bzw. zuviel Kraft an die Wirbel herangehen. Sitzt der Wirbel
unbeweglich fest, nicht mehr drehen. Er wird abbrechen. Wenn
man ein Rundhölzchen als Unterlage auf das Ende des Wirbels
aufsetzt, kann man ihn in Längsrichtung vorsichtig heraushämmern.
Wenn Sie ihre Wirbel abschmieren wollen, ziehen Sie immer
nur eine Saite herunter, nehmen den Wirbel heraus und schmieren
die Auflageflächen mit etwas Wirbelseife. Dann drehen Sie
den Wirbel etliche Male immer noch ohne Saite in seinem Loch.
Eventuell merken Sie jetzt schon, ob der Wirbel gut fasst, dann
können Sie die Saite wieder aufziehen und mit dem nächsten
Wirbel fortfahren. Andernfalls wiederholen Sie den Vorgang.
Sollten Sie keine Wirbelseife besitzen, können Sie alternativ
gut getrocknete Seife und Kreide benutzen. Die Seife schmiert
und die Kreide bremst den Wirbel und in der richtigen Mischung
erhalten Sie ein schönes Ergebnis.
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Obersattel
Am Obersattel besteht die Gefahr, dass sich die Umspinnung
der Saiten aufreibt. Vorausgesetzt, die Einkerbungen wurden
richtig gefeilt, ohne Kanten und nicht zu tief, und Sie jedes
Mal beim Aufziehen von neuen Saiten die Einkerbungen mit einem
weichen Bleistift abschmieren, dürften Sie damit keine Probleme
bekommen.
Griffbrett
Abnutzungen lassen sich auf dem Griffbrett nicht vermeiden
und können auch nur vom Fachmann behoben werden. Stauben Sie
aber nach jedem Spiel den Kolophoniumiumstaub mit einem weichen,
trockenen Tuch ab und Sie vermeiden es, dass sich das Kolophoniumium
festsetzt. Das Griffbrett muss weder geölt noch sonst wie
behandelt werden.
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Steg
Der Steg wird durch das Stimmen der Saiten gerne nach vorne
mitgezogen. Dabei kommt er in Schieflage und kann sich auf
Dauer in sich verziehen. Achten Sie darauf, dass die Saiteneinkerbungen
nicht zu tief in den Steg eingeschnitten sind (halbe Saitenstärke
genügt) und schmieren sie die Einkerbungen mit einem weichen
Bleistift bei jedem Wechsel der Saiten. Werfen Sie des öfteren
einen Blick auf die Stellung des Steges. Von der Seite betrachtet
steht seine Hinterseite (die zum Saitenhalter gewandte Seite)
senkrecht zur Grundfläche der Instrumentendecke. Es muss also
so aussehen, als ob der Steg etwas nach hinten geneigt ist.
Sollte er sich schon etwas nach vorne neigen, lassen Sie ihn
wieder aufrichten, ehe er ganz umfällt oder sich auf Dauer
verzieht. Die Position des Steges auf der Instrumentendecke
kann sehr individuell sein. Im Normalfall kommt er aber genau
zwischen den f-Lochkerben zu stehen. Um die Position in Querrichtung
zu kontrollieren, können Sie darauf achten, dass die Saiten
schön mittig über das Griffbrett laufen.
Feinstimmer
Bevor Feinstimmer sich nicht mehr drehen lassen sollten
Sie ihn mit einem Tropfen (Nähmaschinen-Öl) behandeln. Auch
können Sie die Schraube wachsen, indem Sie sie an einer (nicht
brennenden) Kerze reiben und so gängig erhalten.
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Lack
Das Beste, was Sie tun können: Nach jedem Spielen ausführlich
mit einem fusselfreien, trockenen Staubtuch Staub wischen.
Vergessen Sie nicht, das Tuch unter Saitenhalter und unter
dem Griffbrett hindurchzuziehen und auch zwischen Saiten und
Griffbrett kann man hindurchfahren. Dabei sollten Sie jedoch
Acht geben, dass kein Tuchzipfel am Steg hängen bleibt und
diesen etwa beschädigt oder gar umzieht. Mit dieser kleinen
Aktion werden Sie die Oberfläche lange schön erhalten und
das Kolophonium keine Chance haben, sich in den Lack hineinzufressen.
Wichtig ist auch, dass Sie Ihr Instrument nur am Hals
anfassen. Wie oft wird das Instrument in der kleinen Pause
mit der ganzen Hand um den Korpus (meist am Oberbügel) festgehalten.
Schauen Sie einmal Ihr Instrument genau an und Sie werden
gleich Ihre Griffstellen feststellen können. Oft wird über
die Zeit richtig der Lack abgetragen. Eine tiefergehende Reinigung
sollten Sie Ihrem Geigenbauer überlassen. Gängige Instrumentenreinigungsmittel
haben oft den Nachtteil, dass Ihr Instrument im ersten Moment
zwar schön glänzend aussieht, aber schon nach kurzer Zeit umso
stumpfer und mit Fingertappern übersäht ist. Haben Sie Ihr
Instrument noch nie reinigen lassen? Sie werden sich wundern,
wie oft unter einer nie wahrgenommenen Schmutzschicht auf
einmal ein schöner und strahlender Lack zum Vorschein kommt.
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Stimmstock
Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie Ihren Stimmstock überprüfen
und merken Sie sich dann die ungefähre Stellung. So können
Sie bei gelegentlichen Kontrollblicken feststellen, ob sich
selbiger selbstständig gemacht hat. Dies kommt aber im Normalfall
nicht vor, sondern nur, wenn der Stimmstock sehr schlecht eingepasst
war, das Instrument einen Schlag abbekommen hat oder wenn
sämtliche Saiten heruntergedreht waren und keine Spannung
mehr auf dem Instrument war. Vom selbstständigen Rücken der
Stimme zur Klangoptimierung kann ich nur abraten.
Saiten
Zuviel Kolophonium auf der Kontaktstelle zum Bogen schadet
der Ansprache und sollte deswegen auch mit einem Tuch abgewischt
werden. Ist dies nicht mehr durch bloßes Wischen zu erreichen,
müssten Sie einen kleinen Lappen mit etwas Alkohol (Kölnisch
Wasser o. ä.) tränken und dann damit die Saiten abwischen.
Vorsicht: Keinen Alkohol auf den Lack tropfen. Angelaufene Saiten
kann man auch mit einem Silberputztuch abreiben, damit sie
wieder schön aussehen. Ansonsten bedürfen nur blanke Darmsaiten
einer eigentlichen Pflege, in dem man sie ab und an mit speziellem
Saitenöl einreibt.
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Schulterstütze
Achten Sie unbedingt auf unbeschädigte Fußgummi. Sonst wird
Ihre Schulterstütze zum Geigenkiller. Da diese Teilchen als
Ersatzteil unverhältnismäßig teuer sind, kann man sich auch
ganz gut mit einem Silikonschlauch behelfen. Diesen muss man
nur in der richtigen Länge abschneiden und evtl. mit einem
Tropfen Spülmittel als Gleitmittel über den Fuß ziehen.
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